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Impfung gegen Gürtelrose (Herpes Zoster)

Impfung gegen Gürtelrose (Herpes Zoster) ab dem 60. Lebensjahr empfohlen!

Eine Infektion mit Herpes Zoster („Gürtelrose“) kann für ältere Menschen sehr unangenehme (Schmerzen), gefährliche (Gehirn- und Nervenentzündung) und langwierige (dauerhafte Nervenschmerzen) Komplikationen mit sich bringen. Da das Immunsystem mit zunehmendem Alter schwächer wird, gibt es daher seit Kurzem von der ständigen Impfkommission (STIKO) die Impfempfehlung für alle Menschen über 60 Jahren.

Die Impfung wird gut vertragen und muss zweimal im Abstand von 2 Monaten verabreicht werden. Ab März werden die Kosten der Impfung wahrscheinlich von allen Kassen übernommen. Bis dahin bekommt man dafür eine Privatrechnung, die aber inzwischen fast alle Kassen nach Einreichung zurück erstatten.

Bei Patienten mit schweren Grunderkrankungen (Diabetes, KHK, Asthma, COPD, Rheuma …), geschwächtem Immunsystem oder immunsuppressiver Behandlung wird die Impfung bereits ab dem 50. Lebensjahr empfohlen. Wir informieren Sie in unserer Praxis gerne genauer darüber.

Impfung gegen Gebährmutterhalskrebs

(HPV) jetzt auch für Jungen zwischen 9 und 18 Jahren empfohlen!

Seit 2006 wird die Impfung gegen die gefährlichsten HPV-Viren für Mädchen ab dem 9. Lebensjahr empfohlen und zwischen dem 9. Und 18. Lebensjahr auch von allen Kassen übernommen. Nach den weltweiten Erfahrungen mit mehreren Millionen verimpften Dosen hat die gut verträgliche Impfung ihre Wirksamkeit bewiesen. Rein statistisch könnten durch die Impfung allein in Deutschland jährlich bis zu ca. 1500 Todesfälle durch Gebärmutterhals-krebs verhindert werden. Zusätzlich schützt die Impfung auch vor den zwar ungefährlichen aber unangenehmen Genitalwarzen.

Die ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt nun inzwischen die Impfung auch für Jungen ab dem 9. Lebensjahr. Zum einen, weil auch Jungen durch die HPV-Viren Karzinome im Genitalbereich (Peniskarzinome) und Genitalwarzen bekommen können. Zum anderen, weil Jungen als Sexualpartner der Hauptfaktor zur Weiterverbreitung der gefährlichen Viren sind.

Die Impfung wird auch für Jungen von den Kassen übernommen. Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Marktrücknahme valsartanhaltiger Blutdruckmedikamente

HinweisSeit 4. Juli dieses Jahres besteht ein vorsorglicher chargenweiser Rückruf einiger valsartanhaltiger Blutdruckmittel. Deren Wirkstoff stammt vom chinesischen Hersteller Zhejiang Huahai Pharmaceuticals und kann mit dem potentiell krebserregenden N-Nitrosodimethylamin verunreinigt sein.

„Potentiell“ bedeutet, dass die krebserregende Wirkung nicht gesichert aber möglich ist.

Falls Sie ein valsartanhaltiges Blutdruckmedikament einnehmen, sollten sie dieses allerdings nicht abrupt absetzten, sondern nach Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt durch ein Produkt eines der vier nicht betroffenen Hersteller (Novartis, TAD, Aurobindo, Mylan) ersetzen.

Eine aktuelle Liste der vom Rückruf betroffenen Arzneimittel finden Sie unter folgenden Internet-Links:
https://www.akdae.de/Arzneimittelsicherheit/Weitere/Archiv/2018/201807091.html?idU=1
https://www.abda.de/amk-nachricht/artikel/online-nachricht-amk-liste-der-chargenbezogenen-rueckrufe-valsartan-haltiger-arzneimittel/